Scoring
Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2026
Jedes Produkt, das du scannst, bekommt einen Wert von 0 bis 100, und höher ist besser. Diese Zahl ist aber kein allgemeingültiges Urteil über das Produkt — sie ist ein Wert für dich. Zwei Menschen können dasselbe Glas scannen und unterschiedliche Zahlen erhalten, und beide können genau sehen, warum.
Diese Seite erklärt, was in den Wert einfließt, wie dein eigenes Profil ihn verändert und welche Regeln wir uns auferlegen.
Die Kurzfassung
- Ein Wert von 0 bis 100. Höher ist besser.
- Aufgebaut aus vier Dingen: Nährwerte, Zusatzstoffe, Verarbeitung und Schadstoffe.
- Dein Gesundheitsprofil und deine Vorlieben bestimmen, wie stark jeder dieser Punkte zählt.
- Jeder Wert lässt sich aufklappen und zeigt, welche Gramm und welche deiner Einstellungen ihn erzeugt haben.
- Dasselbe Produkt, dasselbe Profil und dieselbe Nime-Version ergeben immer denselben Wert.
Was in den Wert einfließt
| Komponente | Gewichtung | Worum es geht |
|---|---|---|
| Nährwerte | 45% | Zucker, Salz, gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe, Eiweiß |
| Zusatzstoffe | 25% | Jede E-Nummer, nach Risiko eingestuft statt gezählt |
| Verarbeitung | 15% | Wie stark verarbeitet, je nach Kategorie angepasst |
| Schadstoffe | 15% | PFAS, Mikroplastik, Schwermetalle, Pestizidrückstände |
Nährwerte — 45%
Der größte Anteil, weil hier die stärkste Evidenz dahintersteht. Wir verwenden den Nutri-Score-Algorithmus von 2024, der deutlich strenger ist als die Version von 2017: Zucker kann jetzt bis zu 15 Strafpunkte kosten statt 10, Salz bis zu 20 statt 10, Fette werden nach ihrem Anteil gesättigter Fettsäuren beurteilt, und Getränke — einschließlich Milch und Pflanzendrinks — unterliegen einem eigenen, strengeren Maßstab.
Wir speichern die zugrunde liegenden Gramm, nicht nur den Buchstaben A–E. Das ist wichtig: Wenn du angibst, dass du auf deinen Blutzucker achtest, brauchen wir die tatsächlichen Gramm Zucker, um sie für dich stärker zu gewichten. Ein einzelner Buchstabe wirft genau diese Information weg.
Zusatzstoffe — 25%
Die meisten Apps zählen Zusatzstoffe. Wir bewerten sie. Jede E-Nummer fällt in eine von vier Stufen, basierend auf EFSA-Neubewertungen und ANSES-Stellungnahmen:
| Stufe | Was sie bedeutet | Beispiele |
|---|---|---|
| Unbedenklich | Naturidentisch oder ohne Sicherheitsbedenken | E300 Vitamin C, E330 Zitronensäure, E440 Pektin |
| Gering | Kaum oder keine dokumentierten Bedenken | Die meisten Lecithine, die meisten natürlichen Farbstoffe |
| Mäßig | Begrenzte oder widersprüchliche Hinweise auf Bedenken | E320/E321 (BHA/BHT), E407 Carrageen |
| Bedenklich | In Sicherheitsbewertungen von EFSA oder ANSES markiert | E249–E252 Nitrite, E102/E110/E129 Azofarbstoffe, E171 Titandioxid (seit 2022 in der EU verboten) |
Ein bedenklicher Zusatzstoff wiegt schwerer als drei unbedenkliche. Eine lange Liste harmloser Zutaten zieht ein Produkt also nicht herunter, und es gibt eine Obergrenze für diese Komponente, damit nichts endlos bestraft wird, nur weil viel auf dem Etikett steht.
Verarbeitung — 15%
Wir schauen mit der NOVA-Klassifikation, wie stark ein Produkt verarbeitet ist — halten diese Gewichtung aber bewusst moderat und passen sie je nach Kategorie an.
Warum? Die Evidenz, dass ultraverarbeitete Lebensmittel schaden, ist am stärksten bei verarbeitetem Fleisch und zuckerhaltigen Getränken. Bei Lebensmitteln wie Vollkornbrot und Joghurt ist sie viel schwächer, und bei manchen Endpunkten weist sie sogar in die andere Richtung. Eine pauschale Strafe nach dem Motto „ultraverarbeitet ist schlecht“ würde ein angereichertes Vollkornmüsli genauso hart treffen wie eine Wurst. Das halten wir nicht für ehrlich, also machen wir es nicht.
Schadstoffe — 15%
Wo uns Daten zu PFAS, Mikroplastik, Schwermetallen oder Pestizidrückständen vorliegen, zählen sie hier — gemessen an gesetzlichen Grenzwerten von Stellen wie EFSA, EPA und FDA. Wir nennen den verwendeten Standard. Wir geben keinen Grenzwert einer Interessengruppe als Gesetz aus.
Liegen uns keine Schadstoffdaten zu einem Produkt vor, erfinden wir keine Strafe. Diese 15% werden auf die anderen drei Komponenten verteilt, und das Vertrauensniveau des Produkts sinkt, damit du siehst, dass der Wert auf weniger Daten beruht. Unbekannt heißt nicht sicher — aber auch nicht schlecht.
Was die Wertebereiche bedeuten
| Wert | Bereich | Was er bedeutet |
|---|---|---|
| 90–100 | Excellent | Gehört zu den besten seiner Kategorie |
| 70–89 | Good | Eine solide Wahl mit kleinen Abstrichen |
| 50–69 | Fair | Ein paar echte Nachteile, die man kennen sollte |
| 40–49 | Poor | Deutliche Probleme, gemessen an deinem Profil |
| 0–39 | Avoid | Besser im Regal lassen |
Die Bereiche selbst liegen fest — es ist dein Wert, der sich zwischen ihnen bewegt. Deshalb kann dasselbe Produkt bei einer Person in Fair landen und bei einer anderen in Poor.
Dein Wert gehört dir
Das unterscheidet Nimes Zahl von einer Bewertung, die für das ganze Regal gilt. Die Erkrankungen, Allergene, Ernährungsweise und Ziele, die du beim Einrichten angibst, verändern die Rechnung auf zwei Arten.
1. Sie verändern, wie stark etwas zählt
| Wenn du angegeben hast | Was sich ändert |
|---|---|
| Diabetes oder Prädiabetes | Zucker zählt doppelt |
| Bluthochdruck | Salz zählt doppelt |
| Ein Ziel für die Herzgesundheit | Gesättigte Fettsäuren und Salz zählen 1,5× |
| Schwangerschaft | Bedenkliche Zusatzstoffe zählen doppelt |
| Eine Nierenerkrankung | Salz und Phosphat-Zusatzstoffe wiegen schwerer |
Außerdem bestimmst du selbst, wie vorsichtig Nime ist. Der Empfindlichkeitsregler — Entspannt, Ausgewogen oder Streng— skaliert die Vorsorge-Anteile des Werts, also Zusatzstoffe und Verarbeitung. Findest du die meisten Ernährungs-Apps alarmistisch? Dreh ihn herunter. Bist du lieber zu vorsichtig? Dreh ihn hoch. Diese Entscheidung treffen wir nicht für dich.
2. Manches ist absolut
Nicht alles sollte ein sanfter Hinweis sein. Zwei Dinge setzen den Wert außer Kraft:
- Allergene.Enthält ein Produkt etwas von deiner Allergenliste, wird es markiert und der Wert gedeckelt — egal wie gut die Nährwerte aussehen.
- Ernährungsweise.Ein nicht-veganes Produkt bei einem veganen Profil oder ein nicht-halal Produkt bei einem Halal-Profil erhält einen ausdrücklichen, benannten Hinweis — nie einen stillen Abzug, den du nicht nachvollziehen kannst.
Dasselbe Müsli, zwei Menschen
Nimm ein gesüßtes Vollkornmüsli. Pro 100 g: 22 g Zucker, 6 g Ballaststoffe, 8 g Eiweiß, 0,9 g Salz. Es enthält BHT (E321, Stufe mäßig) und ist ultraverarbeitet.
Jemand ohne besondere Gesundheitsangaben, auf Ausgewogen: etwa 64 — „fair“. Viel Zucker, aber die Vollkorn-Ballaststoffe und das Eiweiß ziehen ihn wieder nach oben.
Jemand mit Diabetes, auf Streng: etwa 41 — „poor“. Der Zucker zählt doppelt und wird damit zum ausschlaggebenden Faktor, und die Vorsichtseinstellung erhöht die Anteile für Zusatzstoffe und Verarbeitung.
Dasselbe Produkt. Dieselbe Rechenlogik. Zwei ehrliche Antworten — jede mit eigener Erklärung.
Jeder Wert zeigt seinen Rechenweg
Tippe auf einen Wert und er klappt in seine Bestandteile auf. Zu jedem Faktor siehst du, was er war, wie stark er die Zahl bewegt hat und warum — inklusive deiner eigenen Einstellungen, in klarer Sprache: „Zucker 2× gewichtet, weil du Diabetes angegeben hast.“ Keine Blackbox und kein einzelner Buchstabe, den du einfach glauben musst.
Neben dem Wert siehst du ein Vertrauensniveau, damit du weißt, wie vollständig die zugrunde liegenden Daten sind.
Die Regeln, an die wir uns halten
- Gleiche Eingabe, gleiches Ergebnis. Dasselbe Produkt mit demselben Profil auf derselben Nime-Version ergibt immer denselben Wert. Werte werden nicht von einer KI improvisiert, die morgen anders antworten könnte.
- Jede Gewichtung ist dokumentiert.Nichts auf dieser Seite ist eine magische Zahl, die irgendwo im Code versteckt ist. Zu jeder Gewichtung gehören eine Begründung und ein Evidenzniveau — stark, mäßig oder begrenzt — damit du siehst, wie fest der Boden darunter ist.
- Wir messen an Regulierungsbehörden. Wenn ein Schadstoff oder ein Zusatzstoff einen Abzug auslöst, nennen wir den konkreten Standard dahinter.
- Wir versionieren den Algorithmus öffentlich.Willst du wissen, warum Nime etwas so behandelt, ist die Antwort eine benannte, datierte Einstellung — und manche davon kannst du selbst anpassen.
- Fehlende Daten senken das Vertrauen, nicht die Ehrlichkeit. Wir sagen lieber, dass wir es nicht wissen, als eine Schätzung als Zahl auszugeben.
Die Gewichtungen auf dieser Seite sind unsere aktuellen Einstellungen. Sie sind bewusst anpassbar, und wir aktualisieren diese Seite, sobald sie sich ändern.
Was Nime nicht ist
Nime ist eine Einkaufshilfe, keine medizinische Beratung und kein Diagnosewerkzeug. Es ersetzt nicht die Begleitung durch eine Ärztin oder eine zugelassene Ernährungsberatung. Der Wert ist dafür da, in der Zeit eines Barcode-Scans lesbar zu machen, was wirklich in einem Produkt steckt — was du damit machst, entscheidest du.
Fragen zu einem Wert?
Wenn hier etwas nicht aufgeht oder du meinst, wir hätten eine Gewichtung oder Einstufung falsch — wir hören das gern. Korrekturen mit Quellen werden gelesen und umgesetzt. Melde dich über unser Kontaktformular.